Carola tippt…

Jamaica, Check In.

Ich steuere auf die freundliche „Carola“ zu und reiche ihr meine Papiere. Daß Carola freundlich ist, unterstelle ich nur. Schließlich bin ich nicht in Deutschland, sondern in der Karibik, noch besser: auf Jamaica „Yo Man! No Problem!!“ und so weiter… in Wirklichkeit guckt Carola neutral, vielleicht sogar etwas gelangweilt.

Sie nimmt meine Papiere entgegen und fängt an, zu tippen. Auf der Ablage, da wo ich mein Handgepäck abgestellt habe, liegt ein benutztes Feuchttuch. Ich überlege, es unauffällig auf den Boden zu schieben… lasse es aber lieber bleiben: Amerika und seine seltsamen regeln sind nah – nachher unterstellt man mir noch, es sei mein Feuchttuch und verhaftet mich wegen mutwilliger Flughafenverschmutzung…
Carola tippt weiter. Ich überlege, wie man ihren Namen wohl ausspricht? „Carol“ wäre ein normaler englischer Name… Carola klingt so fremd …
Kei-roh-la
Carola tippt und fragt mich schließlich, wieviel Gepäckstücke ich habe?
2 Koffer und einmal Handgepäck.
Carola tippt.
Nach einer gefühlten Ewigkeit in der ich die Silben Kei-Rohhhh-Laaa in meinem Hirn hin und her bewegt habe, teilt sie mir mit, daß British Airways eine Gebühr von 200,-$ auf das Gepäck erheben würde.
Ich weise sie auf meine Unterlagen hin, in denen steht, daß ich 2 x 23kg frei habe, da ich Crew auf einem Kreuzfahrtschiff war…
Sie tippt und entschuldigt sich, sie müsse eben mit ihrem Supervisor sprechen. Sie kommt zurück und nun kann ich immerhin mein Gepäck wiegen. Koffer 1 mit meinen Klamotten wiegt 20kg, Koffer 2 lediglich 13kg. Koffer 1 wird mit den üblichen Aufklebern versehen… das Ausdrucken der Aufkleber für Koffer 2 scheint schwierig zu sein… wiederum spricht Carola mit ihrem Supervisor.
Das Gespräch dauert. Sie kommt zurück und bittet mich, einen Schritt zur Seite zu gehen, ihr Supervisor müsse etwas klären… sie checkt ein älteres englisches Ehepaar mit 2 Koffern ein.
Das geht schnell.

Wieder spricht sie mit ihrem Supervisor und fragt mich, ob ich Crew wäre?
Ja, bin ich. Sagt ja auch das Schreiben, das Du in den Händen hältst, Du dusselige Kuh habe ich Dir auch schon gesagt… hör auf zu kiffen, dann klappt das auch wieder mit dem Gedächtnis! möchte ich sagen, sage ich natürlich nicht…
Ich antworte ganz gesittet: „Ja, bin ich.“
OK, die Gebühr betrage jetzt 100,-$…
Was soll ich machen?
Ich kann den Koffer, in dem sich Kostümteile eines Kollegen und meine gesamten Textbücher befinden nicht einfach am Flughafen stehen lassen – wahrscheinlich gilt das sowieso als terroristischer Akt… packte ich die 13kg auf meine 20kg wäre eine saftige Gebühr fällig… und überhaupt: wohin mit dem lila Schalenkoffer?
In 3 Gottes Namen, dann bezahle ich die 100,-$ eben!

Sie teilt mir mit, daß es nicht möglich ist, mein Gepäck bis Hamburg durchzubuchen, da ich über Miami fliege und in Amerika mein Gepäck identifizieren müsse… nach einer guten Stunde halte ich endlich meine 3 Tickets (Jamaica-Miami-London-Hamburg) sowie die Quittung für die 100,-$ in der Hand.
„Yo Man! No Problem!“

Nachtrag: Die „Gepäckidentifizierung“ bedeutet nichts weiter, als daß man sein Gepäck einsammeln und selber ins nächste Terminal befördern muß.
Für den 8stündigen Flug über den Atlantik hatte mir Carola einen Mittelplatz in einer 4er Reihe reserviert.
Der 100,-$ Koffer ging in Heathrow verloren.

Das ist dort keine Seltenheit – er kam zum Glück einen Tag später und wurde mir nach Hause geliefert. Es war auch fast nichts kaputt gegangen.

Island

Von all den Plätzen, die ich bisher gesehen habe, ist Island mein persönlicher Favorit. Und ich kann noch nicht einmal genau sagen, warum?

Das erste Mal betrat ich isländischen Boden in Akyreiri. Und mir verschlug es sofort den Atem!
Da liegt die kleine Stadt vor einem und rechts und links davon ist… Landschaft. Unverbaute, unendliche Landschaft.
Der Himmel war strahlend blau, es waren 16°C angezeigt und wir hatten uns in unsere Winterjacken gemummelt, nur um sie 5 Minuten später zu öffnen: 16° in Island sind nicht vergleichbar mit 16° auf dem Kontinent… es fühlte sich an, wie ein warmer Frühlingstag und tatsächlich saßen wir wenig später auf der Terrasse eines Cafés.

Der Eindruck dieser wunderbaren Landschaft verstärkte sich später noch, als wir die sogenannten „Golden Circle Tour“ machten. Dabei ging es von Reykjavik im Bus erst zum „Thingvellir“, dann zum Gulfoss Wasserfall und zum Abschluß zu den Geysiren.

Auf dem Weg zum Thingvellir, dem Freiluftparlament der Isländer, kamen wir an der Stelle vorbei, wo die Europäische und die Amerikanische Kontinentalplatten aufeinander treffen, bzW auseinander driften.
Der Weg zum Thingvellir ist ein schmaler Pfad, der zwischen ca 5m hohen, schwarzen Felswänden auf die Ebene führt. Während ich mit Scharen von Touristen hinunter wandere, stelle ich mir vor, wie die Wikinger mit ihren Pferden diese Strecke entlang ritten und höre in meinem inneren Ohr das Klirren von Metall, das Klappern der Hufen und rauhe Stimmen rufen, bevor sich plötzlich -Aaaaah!- die Felsen zu einer weiten Ebene hin öffnen.
Wo jetzt nur Landschaft ist, lagerten damals alle Isländer. Der Thing war einmal im Jahr ihre Versammlung, hier wurde Recht gesprochen – man kannte damals noch kein geschriebenes Gesetz, am Anfang der Versammlung sagte der gewählte Richter, unterstützt von 2 Helfern, alle Gesetze auf, vermutlich stand er dabei -wie alle Redner- mit dem Rücken zur Ebene und sprach gegen eine Felswand, die dann seine Stimme reflektierte.
Hier wurden aber auch Ehen geschlossen und alle wichtigen Dinge des sozialen Miteinanders geregelt.
Tatsächlich fand hier auch eine Versammlung statt, als die Isländer ihre Unabhängigkeit beschlossen. Sie taten dies mitten in den Kriegswirren des Jahres 1944, als sich auf dem Festland niemand so recht für Island interessierte, aber sie blieben bis heute unabhängig. Nur das Parlament befindet sich mittler Weile unter „Dach und Fach“ in Reykjavik.

Der Weg zum Gulfoss Wasserfall führt uns mitten durch die Landschaft, die ich – als erklärter Vulkanlandschafts-Fan – hochgradig spannend finde: wie alle Vulkanlandschaften (?) ist sie wellig, die Berge werfen sanfte Falten, manche sind mit Lavastaub bedeckt und schwarz, manche sind moosbewachsen. Dieses Moosgrün marmoriert in mindestens 7 verschiedenen Schattierungen das Ockerbraun.
Die Flüsse und Seen sind tiefdunkelblau, es gibt karstige Lavafelder, die mit schwefelgelben Flechten überwachsen sind und weite, weite grüne Ebenen.
Es ist eine „Herr der Ringe“-Landschaft und ich erwarte jederzeit berittene Armeen über die Hügel galoppieren zu sehen, stattdessen grasen überall Islandpferde und Schafe… ich traue mich nicht, die Augen zu schließen, aus Angst etwas zu verpassen.

Der Gulfoss Wasserfall ist unglaublich beeindruckend. Zunächst sieht man nichts. Lauter flache Landschaft, dann plötzlich ein Schnitt, eine Schlucht, ein Fluß und da tobt er! Nicht besonders hoch, aber breit, gewaltig und laut.
In der aufwirbelnden Gischt Regenbögen.

Die Geysire müssen sein, schließlich wird Erdwärme schon lange von den Isländern genutzt. Über dreiviertel der isländischen Haushalte heizt mit Wärme aus Thermalenergie. Das Spektakel am Geysirfeld: ein kleiner See, knapp 2m Durchmesser, langsam bildet sich in der Mitte eine Blase, die langsam größer wird und dann plötzlich Pawammm! schießt eine Wassersäule in die Höhe!

Im langsam schwindenden Licht geht es zurück nach Reykjavik und ich bin erfüllt von Eindrücken und sicher: hier will ich noch einmal länger hin!

Eidfjord

Das Wetter, morgens bewölkt, klart im Laufe des Tages immer mehr auf und beschert uns einen wunderbaren Sommertag. Mit 22°C leidlich warm, leicht bewölkt, ein klarer Blick auf die Berge und den Fjord.
Wir entscheiden uns für einen Gang die Straße am Fjord entlang.
Ruhe.
Eine tiefe Stille, wie ich sie sonst nur vom Gipfel eines Berges kenne. Die ab und an vorbeifahrenden Autos hört man schon lange bevor sie einen überholen.
Zwischen diesen kleinen „Störungen“ zwitschert ab und an mal ein Vogel, das Wasser auf dem Fjord ist fast spiegelglatt, Kanuten ziehen vorbei und wir beneiden sie darum, daß sie die Weite auf dem Wasser genießen können.

Typisch nordische Holzhäuser mit Anlegestelle zu unserer Linken, in einem Garten wachsen saftige Pflaumen in dicken Trauben.
Schließlich ein schmaler Strand im Schatten eines Berges und wir halten die Füße ins eiskalte Fjordwasser. Der Sand ist grob und ich finde Miesmuschelschalen. Etwas weiter ein genau so schmaler Strand mit Sonnenschein. wieder setzen wir uns eine Weile hin. Am gegenüberliegenden Ufer stürzt ein Wasserfall in die Tiefe, einer von diesen typisch norwegischen Wasserfällen, die so unglaublich schmal und wenig beeindruckend aussehen, aber sein Rauschen hören wir bis zum Strand.
Die Aussicht macht allen typischen kitschigen Postkarten kräftig Konkurrenz.

Wie muß es sein, hier zu leben? In einem dieser roten Holzhäuser, die man ab und an irgendwo am Ufer oder am Hang sieht, kilometerweit von jeglicher Zivilisation entfernt?
Wie übersteht man die Winter wenn es den ganzen Tag dunkel ist und man nicht mal eben einkaufen fahren kann?
Gibt es im norwegischen ein Wort für Nachbarschaftsstreit?

Hop on – and never off!

In jeder Stadt wird einem mittler Weile mindestens eine „Hop on-hop off“-Tour angeboten. Die Modalitäten sind unterschiedlich, aber man zahlt für so einen Bus eine gewisse Summe und kann – je nach Größe der Stadt – den ganzen Tag (oder länger) damit herum fahren, verschiedene Strecken wählen, aussteigen und wieder einsteigen… wenn, ja wenn denn genug Platz im Bus ist.

Meine erste Erfahrung mit einem dieser Gefährte war recht ungewöhnlich: wir waren in Lissabon und wählten die „Greyline“, die 3 verschiedene Strecken anbietet: die rote führt bis nach Belem, die blaue geht ins Barrio Alto und bis zum Expo-Gelände und eine grüne Tour soll zum Castell und durch das Alfama Viertel führen. Diese Tour wird mit kleinen Bussen durchgeführt, die besser durch die kleinen Gassen passen.
Wir wählten die blaue Tour, allerdings hatte unser Bus anderes vor: statt ins Barrio Alto abzubiegen, fuhr er weiter geradeaus die Strecke entlang, die wir schon mehrfach in anderer Richtung in die Stadt genommen hatten… am Torre de Bèlem drehte der Bus endlich und fuhr Richtung Innenstadt. Als wir dort an einem der Knotenpunkte auf die andere Linie umsteigen wollten wurde uns mitgeteilt, dies sei die blaue Linie. Auf unseren Einwand, daß wir aber gerade die rote Strecke gefahren seien, wurde nicht weiter eingegangen.
So blieben wir also sitzen um dann, nach einer Schleife durch das Expo Gelände, im Zentrum zu versuchen auf die grüne „Castle-Line“ umzusteigen. Die Busse fuhren im Halbstundentakt und wir mussten nach 3 vergeblichen Versuchen aufgeben, da die Busse hoffnungslos überfüllt waren und es keinen Anschein machte, als ob sich dies bessern würde…
Immerhin haben wir an diesem Tag von Westen bis Norden die Stadt durchquert und Einiges gesehen.

In New York wählten wir für 50,-$ das Drei-Tage-Ticket von „City Sights“, man bietet mehrere Strecken an: Up-Town, Down-Town, Brooklyn sowie eine Lichter-Fahrt mit einem Schiff.
Der Ticketverkäufer versichert uns, daß man ganz bequem die Downtown-Tour machen und dann zur Brooklyn Tour umsteigen könne. Kaum sitzen wir aber im Bus, sagt der Reiseleiter, nein, nein die Brooklyn-Tour würde man wohl nicht mehr erreichen, da die letzte Tour ja schon in einer Stunde ginge und wir es bis dahin auf keinen Fall zum Battery Park schafften.
Das ist insofern ärgerlich, als daß wir, hätten wir die Metro genommen, durchaus pünktlich am Battery Park gewesen wären. Wir bleiben im Bus, der durch Straßensprerrungen gezwungen ist, eine andere Strecke zu fahren, als angezeigt.
Am nächsten Tag entscheiden wir uns für die Uptown Tour und haben Glück!
Die Schlange vor der Haltestelle ist ziemlich lang und es ist niemand da, der die Wartenden organisiert. 2 Busse fahren einfach weiter – wahrscheinlich sind sie voll – der dritte hält, hat aber nicht genug Platz für alle Wartenden. Mit Ach und Krach schaffen wir es in den folgenden Bus, der dann auch gleichzeitig der Letzte ist, der die Strecke fährt.
Und auch dieser Bus fährt nach einigen Stops einfach durch, weil kein Platz mehr für neue Passagiere ist…

Fazit: die Idee ist OK und wenn man viel Zeit hat, auf freie Busse zu warten auch OK. Ist man einmal im Bus und steigt nicht aus, kann man eine gute Übersicht über eine Stadt bekommen.
Man muß aber auch damit rechnen viel Geld für wenig Leistung zu bezahlen.

New York

Ich wollte niemals nach New York.
Das stimmt nicht so ganz. Ich wollte nach New York, weil mir mal jemand gesagt hatte: „Wenn Du London magst, wirst Du New York lieben!“ und ich mag London nicht, ich liebe es!
Wie muß dann erst New York sein?… dachte ich.
Bis eine Freundin, die ebenfalls eine London-Verliebte ist in New York war und nur den Kopf schüttelte.
Sie liebt weiterhin London und New York lässt sie kalt.
Also wollte ich auch nicht mehr so dringend da hin.

Nun, nachdem ich ein paar Mal in New York war, kann ich sagen: ich sehe überhaupt keine Gemeinsamkeit zwischen diesen beiden Städten. Sie sind so unterschiedlich wie … England und Amerika – selbst die Sprache ist nur so ungefähr ähnlich.

Mein erster Eindruck von New York: ich fühle mich sicher. Die einfache Gitterstruktur der Straßen macht es leicht, sich zu orientieren.
Obwohl die Stadt groß ist, kann man sich alles gut erlaufen. OK, ich habe nach dem ersten Tag Blasen an den Füßen.

Was bei mir ausbleibt, ist der Wow!-Effekt von dem mir viele Kollegen berichten, die die Hochhäuser so unglaublich beeindruckend finden… überhaupt bleibt eine gewisse Überraschung aus, denn: es sieht alles aus, wie im Fernsehen.

Auch die Sehenswürdigkeiten bieten, was sie versprechen: den sensationellen Blick vom Top of the Rocks oder Empire State, die grüne Lunge des Central Parks, das heimelige „Village“, das Gewusel in „China Town“ und „Little Italy“, der morbide Charme Coney Islands im Herbst, der blinkende Times Square bei Nacht es ist alles genau so wie man es aus dem Kino oder dem Fernsehen kennt.
Nicht weniger, aber auch nicht mehr.
Nur die Eisbahn vor dem Rockefeller Center ist anders als in den zahlreichen Filmen: kleiner…

Broadway, Baby!

Ich bin nicht so wahnsinnig zu versuchen, jede Show zu sehen, die der Broadway zu bieten hat. In diesem Jahr fiel mir die Auswahl sogar schwerer, als im letzten, weil kein richtiges Glanzlicht dabei zu sein schien.

Sehr gespannt war ich eigentlich auf „Spiderman“ von dem man ja viel gehört hat: teuerste Produktion jemals am Broadway, einmal in der Produktion fast pleite gegangen, July Taymore kurz vor der Premiere gefeuert… nun, glaube ich den Kollegen die es sahen (und ich glaube ihnen) ist es vor allem die langweiligste Show des Broadways und sie waren froh, nicht mehr als 40,-$ für die Karten bezahlt zu haben.
Technisch muß es wirklich beeindruckend sein, aber die Story und die Musik reißen das nicht raus.
Also spare ich mir die 40,-$ lieber.

Meine Wahl fiel zunächst auf „Priscilla – Queen of the Desert“. Ich habe den Film leider nicht gesehen, kann also keinen Vergleich ziehen, wohl aber sagen, daß wir eine Menge Spaß hatten. Obwohl alles so simpel aussieht, steckt ein unglaublich technischer Aufwand dahinter: die drei Diven, die immer dann singen, wenn ein Travestie-Künstler nicht selber singt, schweben Anfangs vom Schnürboden herein, der Bus ist mit einer LED verkleidet, so daß er später pink leuchten kann, auf dem Bus ist irgendwann ein riesiger Pumps befestigt, der über das Busdach hinaus bis über den Orchestergraben fährt und und und und erst die Kostüme!

Die Kostüme in den Travestie-Nummern toppen sich gegenseitig. Auch wenn ich mir vorstelle, daß so mancher der (unglaublich gut durchtrainierten) Tänzer sich denkt: „Dafür habe ich also 15 Jahre Ballett gemacht, damit ich jetzt als übergroßer Muffin mit Kerze auf dem Kopf Walzer tanze!“
Es glitzert, federt und blinkt also an allen Ecken und Enden, die Musik besteht aus lauter Disco-Hits, gute Laune ist vorprogrammiert und an zwei Stellen kann man auch ein Tränchen der Rührung verdrücken.

Tagelang lachte ich noch über „Pop Music“, eine Nummer, die von einer kleinen asiatischen Mail-Order-Braut gesungen wird und die dabei vorführt, wo und wie sie überall Tischtennisbälle ploppen lassen kann…

Als zweite Show sah ich „Follies“. Eine ganz andere Art, schon allein wegen der Musik von Stephen Sondheim, eher ein Musical im klassischen Sinn.
Und hier kam wieder zusammen, was mich schon letztes Jahr in „Addams Family“ faszinierte: man sieht, daß die Darsteller hier wirklich alles Spiel, Gesang und Tanz beherrschen. Bernadette Peters ist eine DER Musicaldarstellerinnen, genau so Elaine Page, die erste Evita oder Jan Maxwell … Sie sind aber nicht nur gesanglich einwandfrei sondern auch spielerisch tadellos!

Das Stück handelt von den „Follies“ (in Anlehnung an die Ziegfeld-Follies), die 30 Jahre nach ihrer letzten Show wieder in ihrem alten Theater zusammenkommen um vor der endgültigen Schließung und dem Abriss des Hauses noch einmal zu feiern. Erinnerungen werden wach, alte Liebe wiederentdeckt, es wird sich noch einmal gezofft und am Ende bleibt alles beim Alten.

Das ganze Theater wird in die Show einbezogen: die Wände und die Decke sind mit grauem, verschossenen Stoff verhängt, während des Einlasses hören wir hallende Steppschritte, wie aus einer fernen Erinnerung.
Während des Stücks, das (mit Ausnahme einer Art Traumsequenz) ausschließlich auf der grauen Hinterbühne des Theaters spielt, bewegen sich Tänzerinnen in glamourösen aber grau-schwarz gehaltenen Showkostümen in Zeitlupe über die Bühne und auf der Galerie des Bühnenbildes, wie die Schatten der Erinnerung an die glanzvollen Zeiten.

Diese „Schatten“ werden als Doppelbesetzung ganz konkret. Wenn die „alten „Follies“ sich noch einmal an ihre Choreographie erinnern und tanzen, tanzen da plötzlich die „jungen“ Follies in ihren Federkostümen die Kick-Line mit.
Und auch in den Spielszenen wird diese Doppelbödigkeit beibehalten: es gibt zu den Protagonisten Sally, Phyllis, Ben und Buddy jeweils ihre jungen „Ichs“ die zeigen, „wie es damals war“.

Die Spieszenen haben es in sich. Es beginnt, wie eine Noël Coward Konversations-Komödie und wird schnell bösartiger Tennessee Williams, oder wahrscheinlich eher Strindberg.
Die Songs klingen -typisch Sondheim- leicht, sind aber – typisch Sondheim – hochanspruchsvoll sie passen vom Text und Rhythmus ins Stück, und führen die Handlung wie ein Monolog weiter.
Wenn Buddy mit „The Wrong Girl“ alleine die Bühne rockt oder „Phyllis“ sich mit „Could I Leave You?“ mit Ben auseinandersetzt, ist das, obwohl ein Song, ganz großes Theater.

Die alten Follies sind übrigens alles gestandene Frauen, denen man ihr Alter (also 45+) auch körperlich ansieht: da trägt keine Größe 32 (naja, außer Jan Maxwell und Bernadette Peters), eher 42 und mehr, aber sie alle tanzen und steppen mit Anmut und Leichtigkeit.

Der Fairness halber seien hier auch die beiden männlichen Hauptrollen namentlich erwähnt: Ron Raines spielt den Ben und Danny Burstein den Buddy. Wahrscheinlich stelle ich irgendwann wie bei Nathan Lane fest, daß ich beide aus Film und Fernsehen kenne.

Dieses Stück wird man mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in Deutschland sehen. Sondheims Musik ist zu anspruchsvoll für das La-La-La-gewöhnte-Andrew-Lloyd-Webber-Musical-Publikum. Außer „Losing My Mind“, das glaube ich durch Liza Minelli einige Bekanntheit erreichte, ist kein Ohrwurm dabei, den man summt, wenn man aus dem Theater kommt.
Und ich kann mir nicht vorstellen, welche 10 deutschen Schauspielerinnen man besetzen könnte?
Man stelle sich überhaupt mal vor: die Besetzungsliste (ohne Ensemble!) umfasst 31 Leute, dazu noch 15 Mann und Frau Ensemble plus Orchester…! Wahrscheinlich kann sich gar kein deutsches Theater so eine Produktion überhaupt leisten.
Dieser Abend war seine 79,-$ (Rang Mitte- das ist ziemlich weit hinten- links) wert!

„Seminar“ ist das einzige reine Sprechtheater Stück, das ich sehe. Es ist eine Preview und wir zahlen 81,-$ pro Karte im Rang… denn es spielen Alan Rickman, Jerry O’Connell, Hamish Linklater, Lily Rabe und Hettienne Park, alles durch Film und Fernsehen bekannte Schauspieler, die hier beweisen, daß es keinen Unterschied zwischen Bühnen- oder Film-, sondern nur einen zwischen guten oder schlechten Schauspielern gibt.
Der Abend ist – im Gegensatz zu vielen vergleichbaren deutschen Produktionen in denen man „große Namen“ engagiert, um Publikum zu ziehen – großartig.

Ein weiteres Show-Highlight war der Besuch von „Eileens Stardust“. ein klassisches 50er Jahre Diner in dem die Kellner singen. Und zwar richtig gut singen. Weil sie nämlich eigentlich Musicaldarsteller sind.
Nach Ende der Broadway Shows, also so gegen 23:00 am Samstag Abend gibt es einen Showblock. Und während man seinen Burger verzehrt kann man ausgezeichneten Leuten zuhören.
Es gibt keine Bühne, nur einen maximal 30 cm breiten Steg zwischen den Rückenlehnen der Mittelbänke, auf dem die Sänger stehen, wenn sie nicht durchs Lokal laufen. Moderiert wird alles von einem älteren Herrn in weißem Dinnersakko. Nach dem Showblock geht ein Sektkübel rum, in dem ausschließlich die Trinkgelder für die Sänger gesammelt werden. Daraus finanzieren sie Gesangs- oder Schauspielstunden

In den letzten Jahren haben es immer wieder Leute von „Eileens“ an den Broadway geschafft. Eine sah ich wohl letztes Jahr als Wednesday in „Addams Family“ eine singt derzeit als Schwester Mary Robert in „Sister Act“…

Es wundert mich, daß diese Idee es noch nicht nach Deutschland geschafft hat? Gerade eine (hahaha) Musical-Hauptstadt wie Hamburg mit 3 Musical Schulen hat doch genug Potential!

Jedenfalls bin ich mit meinen Broadway Erlebnissen sehr zufrieden. Musical in America ist nicht vergleichbar mit Musical in Deutschland. Es hat sich hier aus einer Theatertradition entwickelt (vielleicht ein Äquivalent zu unseren deutschen Operetten) in denen man rundum gut ausgebildete Leute braucht.
Schwer vorstellbar erscheint mir, daß hier irgendein nicht-akzentrei-englisch sprechender Darsteller eine Hauptrolle bekommt und von einem nicht-englisch sprechenden Regisseur inszeniert wird…
Schaut man sich die Lebensläufe der Broadway-Darsteller an, kann man sehen, daß sie nicht ausschließlich Musical, sondern auch Theater, Film und Fernsehen spielen.
Musicals haben hier allerdings nur eine begrenzte Haltbarkeit und sind kein Garant für eine langfristige Beschäftigung.
Als Darsteller hier leben möchte ich nicht, aber als Zuschauer bin ich sehr, sehr dankbar!

Charleston

Ich wollte nie in die USA – außer vielleicht nach New Orleans, wegen der Stücke von Tennessee Williams und um die Athmosphäre dort zu spüren, die er so eindringlich beschreibt.

Wahrscheinlich bin ich einer von nur 10 Deutschen, die „Vom Winde verweht“ auch als Buch gelesen haben. Damals war ich 18 und viel ist mir nicht mehr erinnerlich, außer den endlosen Schlacht-Beschreibungen in deren Mittelpunkt Charleston steht. Es mag daran liegen, daß ich eine pulsierende Metropole erwarte?

Charleston ist anders, zumindest der kleine Teil, den ich davon sehe. Es macht den Eindruck einer, gemütlichen und sehr reichen kleinen Stadt mit wunderschönen Villen bei denen so manche Terrasse größer ist, als eine gewöhnliche deutsche Einzimmerwohnung. Dies sind nur die kleinen Häuser, die großen Plantagen befinden sich außerhalb. Eine freundliche Amerikanerin erklärt uns, dies seien die Villen Zuckerrohr- und anderer Plantagenbesitzer „Cotton is more bossy.“

Wir frühstücken in „Joe‘s Diner“. Der Laden ist klein und auf Grund seiner Nähe zur Universität immer gut gefüllt. Zwischen den Tischen wuseln mindestens 4 Kellnerinnen umher, was für einen Laden dieser Größe viel Personal und der neuerliche Beweis ist, daß Arbeit in den USA nichts kostet.
Auf den Tischen karierte Tischdecken mit Löchern, davor durchgesessene Lederbänke, am Tresen sitzend, kann man dem Koch auf die Finger gucken, wie er Speck und Eier brät, die Buttermilchwaffeln macht oder Sandwiches belegt.
Die Kellnerinnen bieten automatisch „Refill“ mit dem für die USA so typischen dünnen Kaffee an.
Es ist eine Szene, wie aus einem Film, aber ich sitze mitten drin.

Karibik

Ja, es gibt sie, die Strände, die wir uns vorstellen, wenn wir das Wort „Karibik“ hören.

Strände mit feinem, weißen, pudrigen oder grobem weißem oder buntem, blau und rosa gesprenkeltem Sand und Wasser dessen Farbe von helltürkis bis dunkelblau changiert unter strahlend blauem Himmel (scheißeheiß) oder einem Himmel über den gemütlich Schäfchenwolken ziehen (gerade mal so erträglich), Strände, die kilometerlang sind, oder kleine schöne Buchten mit und ohne Palmen…

Wo bleibt das „aber“?
Hier kommt es:

diese Strände sind selten so leer wie man das auf Photos immer sieht.
Ist es irgendwo nett, sind die Sonnenliegen und -schirmverleiher schon da. Es gibt (mindestens) eine Hütte mit Rumcocktails und ein Restaurant deren Musik, die über die Idylle schallt.
Hat man ganz großes Pech, werden einem von fliegenden Händlern in beliebiger Reihenfolge Schmuck (Einheitsware), Sonnenbrillen (Touristenqualität), Tücher, Flöten oder Eis angeboten…

Das liegt daran, daß es auf den meisten (aber nicht allen) Inseln außer den wunderschönen Stränden mit pudrigem, oder grobem, weißem oder buntem blau und rosa gesprenkelten Sand und Wasser dessen Farbe von helltürkis bis dunkelblau changiert und strahlend blauem Himmel nichts gibt.
Keine Ruinen von Ureinwohnern, keine Altstadt, das ein oder andere Castell, eine oder mehrere Kirchen und je nach Insel von Engländern, Franzosen oder Holländern gebaute pittoreske Stadtkerne.

Lässt das Klima es zu, gibt es einen Regenwald, den man zum Ausgleich erwandern kann. Wenn nicht, legt man sich an den Strand mit feinem, weißen, pudrigen oder grobem weißem oder buntem, blau und rosa gesprenkeltem Sand und Wasser dessen Farbe von helltürkis bis dunkelblau changiert…

Luxor

Die Fahrt von Safaga nach Luxor dauert gute drei Stunden. Wir brechen früh um 7:30 auf. Unsere Reiseleiterin, Dina, ist in Deutschland aufgewachsen, lebt aber jetzt in Kairo und ist ein unermüdlicher Quell an Wissen. Von ihr erfahren wir, daß der ursprüngliche Name von Luxor Theben lautet. Damit ist der Ohrwurm für den Tag festgelegt:
„Denn Theben ist für Memphis, daß was Lausanne für Genf ist.“

Drei Stunden Fahrt im Bus erschienen mir zunächst lang, aber der Blick aus dem Fenster ist spannend. Wir verlassen Safaga ziemlich schnell und nehmen Kurs auf die Berge. Safaga selbst wirkt sehr leer, die Berge sehen grau aus.
Ich kenne Karst aus Kroatien. Diese Berge sind anders: es wächst absolut nichts auf ihnen. Das Grau stellt sich als Beige heraus. Einige Stellen erscheinen rötlich oder grün auch die Struktur der Felsen ändert sich ständig, mal sind es sanfte Linien, als handele es sich um einen erkalteten Lavastrom, mal bizarre Formationen, eckig und schräg… die Bergwüste, durch die wir fahren hat keinen besonderen Namen, man unterscheidet nur drei Arten von Wüste: Berg- Stein- und Sandwüste – bestimmte Namen gibt man ihnen nicht, die Steine sind aus unterschiedlichen Mineralien zusammengesetzt und dadurch haben sie verschiedene Farben und Formen.

Nach einer Stunde ändert sich die Landschaft: die Berge weichen zurück, bis sie ein heller Strich am Horizont sind und wir fahren durch Steinwüste, die sich schnell in Sandwüste verwandelt.

Ich denke an eine Bekannte, die in der Mongolei war und beschrieb, wie unendlich der Himmel dort wirke.

Nach einer weiteren Stunde sehen wir die ersten grünlichen Einsprengsel, die sich sehr schnell zu Büschen formieren und plötzlich fahren wir an einem schmalen Fluß entlang und die Landschaft ist grün und üppig: Palmenhaine, Zuckerrohrfelder, am Ufer Bougainvilleen, die in ihrer Üppigkeit in krassem Gegensatz zu den flachen Barracken am Flußufer stehen.
Manche dieser Barracken sehen aus, als hätten sie kein Dach, auf manchen ragen Grundpfeiler für ein zweites Stockwerk in die Höhe. Von einer Kollegin weiß ich, daß man in Ägypten Steuern zahlt, sobald eine Wohnung Fenster hat. Das erklärt, warum so viele im Bau befindliche Gebäude schon bewohnt erscheinen.

Alle paar Kilometer passieren wir Wachtürme, in denen Soldaten mit Maschinengewehren sitzen.

Auf den Feldern arbeiten die Bauern, alle in den traditionellen Abayas, langen, vorne offenen Gewändern. Sie sicheln das Zuckerrohr auf den Feldern und transportieren es auf Mulis oder Lastwagen. Mulis grasen zusammen mit Ziegen am Flußufer.

Von den Kolossen von Memmnon, unserem ersten Photostop ist es nur ein Katzensprung ins Tal der Könige.
Das Tal befindet sich zwischen lauter Bergen aus hellem, beigen Sandstein. Es ist 12:30, die Sonne brennt, der Himmel ist strahlend Blau.
Unserem batteriebetriebenen Bimmelbähnchen geht auf halber Strecke der Saft aus. Das bedeutet, daß wir ca. 50m zu Fuß gehen müssen.

Den Arbeitern, die am Bau der Gräber beteiligt waren, hatte man die Augen verbunden und ans Westufer des Nil gebracht, damit sie nicht berichten konnten, wo sie gearbeitet hatten. Wir dürfen gucken, aber nicht photographieren – d.h. im Tal ist das Photographieren erlaubt – in den Gräbern nicht.

Die Ausgrabungsarbeiten dauern an. Man ist sich sicher, noch nicht alle Gräber gefunden zu haben. Die Arbeiter, die wir ebenfalls nicht photographieren dürfen arbeiten mit Schaufeln und Eimern – es scheint sich wenig geändert zu haben in den letzten hundert Jahren? Andererseits beginnt man Ausgrabungsarbeiten wahrscheinlich auch nicht gerade mit einem Presslufthammer…

Unsere Eintrittskarte berechtigt uns zum Besuch von drei Gräbern. Dina gibt uns Tips, welches die drei interessantesten sind. Zwar befindet sich auch das Grab von Tut Ench Amun hier, aber er war ein vergleichsweise unbedeutender Pharao. Uns erscheint er nur so wichtig, weil seine Grabkammer und die darin enthaltenen Schätze so gut erhalten, bzW von Grabräubern unberührt waren. Also sparen wir uns sein Grab und besichtigen die Gräber von Ramses IV, Tutmosis III und Ramses IX (insgesamt gab es 19 Ramsese…).

Der Weg zum Grab von Tutmosis III führt über eine schmale, steile Eisentreppe in die Höhe. Man biegt um zwei Ecken (in denen reichlich Postkarten – Verkäufer lauern) und steht vor einer schmalen Holztreppe, die steil in eine erste Kammer hinabführt. Davor sitzt der Kartenkontrolleur und verteilt kleine Pappen.
Es ist stickig im Grab.
Und es wird stickiger je tiefer man gelangt.
Im Grab klettert man eine weitere steile sehr, sehr lange Holztreppe hinab, bis man in der Grabkammer ist. Spätestens jetzt braucht man die Pappen dringend zum Fächeln (wie praktisch, daß ich meinen Fächer ausgerechnet heute nicht dabei habe!). Ein Aufseher leuchtet mit seiner Taschenlampe in den Sarkopharg dessen Deckel eine etwa 4 cm schmale Lücke lässt, in den die Umrisse des Pharaos gemeißelt sind.
Wir klettern zurück nach oben und die mittagshitzige Luft erscheint uns kühl. Wir sind alle schweißgebadet.

Alle Gräber sind mit gemeißelten Hieroglyphen und Wandmalereien verziert. Obwohl viele der Malereien nicht vollständig erhalten sind, verleihen sie den Gräbern eine Pracht, die sich mit jeder Rokoko-Kirche messen kann.

In der einen Stunde, die wir Zeit haben, schaffen wir genau die drei empfohlenen Gräber. Ein wenig bedauere ich, daß wir weiter müssen, allerdings wartet das Mittagessen auf uns! Das Steigenberger in Luxor bietet einen spektakulären Blick auf den Nil – wir essen im „Nubischen Restaurant“ im zweiten Untergeschoß.

Nach dem Essen geht es zu unserem letzten Stop: dem Tempel von Karnak.
Ich habe Photos von allem gemacht – sie werden den Originalen nicht gerecht – es ist einfach zu beeindruckend! In der untergehenden Sonne bekommt alles einen warmen, orangen Schimmer und die Mauern strahlen die Hitze des Tages ab… während die letzten Strahlen der Sonne verblassen erschallt der Ruf des Muezzins… für uns das Zeichen zum Bus zurück zu kehren.

Auf unserer Rückfahrt ist von der Landschaft nichts mehr zu sehen, im Licht der gelben Straßenlaternen sehen wir, daß die meisten Häuser Stromanschluß haben: aus den Barracken scheint bläuliches Licht, das auf Leuchtstoffröhren oder Fernseher hinweist – vereinzelt sitzen Menschen vor Lagerfeuern am Ufer… schließlich nur noch Dunkel… ich kehre voller Bilder von Ägypten zurück.