Archiv für den Monat: September 2007

There is a light

Menschen kaufen Glühbirnen. Vielleicht sind sie umweltbewußt und kaufen Energiesparlampen. In dem Haus gegenüber kaufen Menschen am liebsten Glühbirnen mit geschätzten 100 Watt.
Diese finden sie so hell, daß sie die Lampen dann in Richtung Fenster drehen. So komme ich in den Genuß, mein Schlafzimmer nicht nur durch eine Leuchtstoffröhre aus dem 5. Stock erhellen zu lassen, die durch die halbgeschlossenen Jalousien bis morgens um 4:00 brennt, sondern neuerdings auch durch eine Schreibtischlampe aus der 3. Etage.

Wenn sich mehr Anwohner dazu entschlössen, ihre hellen Lampen aus dem Fenster scheinen zu lassen, könnte ich mir meine Leuchtmittel sparen.

Gedanken zur aktuellen Lektüre

Multiple Persönlichkeiten werden in den letzten Jahren häufig und gerne bemüht: wenn eine Geschichte nicht funktioniert – ätsch! – der Täter hat ne multiple Persönlichkeit und damit wird dann alles erklärt.

Zu Beginn waren die Kay-Scarpetta-Romane von Patricia Cornwell eine echte Entdeckung und ich habe sie wirklich gerne gelesen, habe verziehen, daß ich mich 3 Bücher mit dem selben Psychopathen beschäftigen musste, habe freudig entdeckt, daß ich ihre Bücher auch sehr gut auf englisch lesen kann, habe mich nochmal 2 Bücher wieder mit dem gleichen Psychopathen beschäftigt und über Bentons letzte Worte geheult und dann… tatsächlich geschah etwas, das ich kaum für möglich gehalten hätte: sie riß das Ruder  herum und es wurde für 2 Bücher noch mal spannend.

Jetzt lese ich das neueste Buch aus der Kay Scarpetta Reihe „Defekt“ („Predator“) und werde das Gefühl nicht los, daß Frau Cornwell in Wirklichkeit keine Lust mehr auf ihre Figuren und deren Geschichten hat – kann gut sein, daß ich demnächst keine Lust mehr auf Frau Cornwells Bücher habe!

Übrigens ist der Einzige, der bisher gut über multiple Persönlichkeiten geschrieben hat Matt Ruff.

Bekloppte Dialoge!

So ein freier Sonntagnachmittag bringt ja auch das zweifelhafte Vergnügen mit sich, dem Fernsehprogramm folgen zu können. Da darf man sich dann so brilliante Dialoge, wie den Folgenden anhören:

Laura: (am Telephon) „Mitch? Mitch?“

Mitch: (am Telephon) „Laura?“

Laura: „Mitch, wo bist Du?“

Mitch: „Laura, das spielt keine Rolle.“

Laura: „Mitch, ich bin hier!“

Mitch: „Laura, hör mir zu.“

Laura: „Mitch, ich bin hier.“

Mitch: „Du bist hier?“

Laura: „Ja, Mitch. Ich bin hier.“

Mitch: „Was willst Du damit sagen?“

Laura: „Ich bin hier Mitch!“

Zum Glück war das die letzte Folge der Serie „Surface“!